Ab 35 Jahren sollte man meinen, dass man etwas gesetzter und gemütlicher unterwegs ist – erst recht, wenn ein Geburtstag gefeiert wird.
Nicht so bei den iisvögel: Statt einfach mit dem Bähnli an den Startplatz zu fahren, gemütlich ein Flügli zu machen und stressfrei auf der grossen Landewiese neben der Partylocation einzulanden, sah das Programm anders aus.
Offiziell startete das Fest um 18:00 Uhr – also Zeit genug, sich vorher noch kurz die Beine zu vertreten: Vom Gitschen via Spilauer Grätli und Chinzig Chulm ins Rietlig. Je nach Startplatzwahl bedeutete das zwischen 3 und 4,5 Stunden Wandern.
Die erfahreneren Clubmitglieder wählten das Bähnli aus dem Schächental und sicherten sich so wertvolle Apéro-Zeit.
Die Landewiese beim Festgelände war zwar gross, mit knapp unter 30° Neigung aber doch recht anspruchsvoll. So wurde den Anwesenden schon zum Apéro eine unterhaltsame Flugschau geboten, bei der man munter raten konnte, auf welchen Punkt die Piloten wohl zielten.




Zum Geburtstagsdinner war die Hütte schliesslich prall gefüllt: Die Schar bestand aus 15 iisvögeln und 7 weiteren bunten Vögeln (Wintergoldhähnchen, Wanderfalken, Rotkehlchen*).



Nach dem Nachtessen wurde es noch einmal ernst: Keine Band spielte zum Tanz auf, sondern Köpfchen war gefragt! Es galt, sich beim Quiz zu bewähren (mein persönlicher Favorit an einem Clubfest). Ein klarer Vorteil für diejenigen, die einmal Präsident des Clubs waren und den Jahresbericht verfassen mussten – auch wenn dieser offenbar nicht von allen ganz aufmerksam gelesen wird …
Das Fest zog sich nicht bis tief in die Morgenstunden, denn der nächste Tag wollte zum Wandern und Fliegen genutzt werden. Also ab ins Bett, bis der Hahn kräht!
Am Sonntag zeigte der Club einmal mehr seinen unverwechselbaren Charakter: Jeder hatte sein ganz persönliches Tagesziel.






- Zwei Sportskanonen rannten schon vor dem Frühstück ins Tal und wieder hoch, nur um ein paar T&L-Punkte zu sammeln.
- Eine Wandergruppe machte sich auf den Weg zum Balmergrätli und weiter ins Hotel Klausenpass.
- Drei Iisvögel suchten den nächsten Startplatz mit Gleitmöglichkeit ins Urner Reusstal.
- Der Rest der Schar stieg auf die Läged Windgällen, wo sich die Gruppe schliesslich in Flieger und Höch-Windgällen-Besteiger aufteilte.
- Manu setzte dem Ganzen die Krone auf und startete vom einzigen Startplatz direkt auf dem Gipfel der Höch Windgällen – ganz im Stil eines X-Alps-Piloten.
Das Fest endete schliesslich so, wie fast alle iisvogel-Touren enden: Ohne gemeinsames Ausklingenlassen in der Gartenbeiz, sondern mit einem fröhlichen «Tschüss!» per Chat – direkt vom jeweiligen Landeplatz der Wahl (Linthal, Altdorf, Flüelen).
* Es ist neugierig, hüpft oft, ist trotz seiner geringen Grösse sehr ausdauernd, liebt die Natur und ist das ganze Jahr über aktiv.

