Zehn Iisvögel (Andreas S., Nils, Oliver, Pipo, Marc, Roland, Chrigel, Suresh, Annik, Simon) machten sich am 4. Juli frühmorgens auf den Weg ins schöne Unterwallis. Aufgrund von Sparbilletten trennte sich der Weg der Iisvogelschar bereits in Bern wieder. In Martigny angekommen und die Gruppe wieder vereint, machten wir uns gemeinsam auf den Weg Richtung Le Châble. Im Zug wurde kurz noch darüber diskutiert, ob es noch zum erhofften Flug in Verbier kommen würde. Die Entscheidung fiel schnell – aufgrund von zu viel Wind aus der falschen Richtung. Somit hatten wir nun genügend Zeit, uns in Fionnay im Restaurant Grand Combin zu stärken, bevor es die ersten 1000 Höhenmeter Richtung Cabanne FXB Panossière ging.


Nach der ersten Etappe gab es für alle eine Abkühlung von innen. Bis zum Zabig ging es jedoch noch lange, weshalb einige Schlaf vorholten, andere Karten spielten und Pipo, unser super Organisator, bereits den Weg für morgen rekognoszierte. Immer wieder wurden die Apps gecheckt, ob es morgen fliegbar sein würde. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf ging es nach dem feinen Vier-Gang-Menü ins Bett.


Der frühe Vogel hat gute Flugbedingungen, war das Motto vom Sonntag. Also gab es um 4.00 Uhr Frühstück, und um 4.30 Uhr hiess es Abmarsch. Zuerst ging es noch über arthrosefreundliches Gelände über die Moräne. Danach hiess es bald: Steigeisen montieren und auf Gletscherspalten achten. Die Schar kam sehr effizient vorwärts, auch weil Nils und Pipo unermüdlich ohne Pause vorausgingen. Die Angst vor weichem Schnee trieb uns an, möglichst viele Kilometer vor den ersten Sonneneinstrahlung zurückzulegen.

Während den jungen Iisvögeln vor allem die Höhe zu schaffen machte, gab es andere, die sich um die Gletscherverhältnisse sorgten. Über Eis und Gestein erreichten wir nicht einmal viereinhalb Stunden später den Gipfel. Es zeigte sich ein perfekter Startplatz. Und der Wind? Ja, auch dieser war auf unserer Seite. Die Enttäuschung war gross, dass die übliche Gipfelpause wegfiel, da wir uns gleich bereit machen mussten für den Take-off. Die Aussicht konnte später auch während des mehr als 30-minütigen Gleitflugs ins Tal genossen werden. Über die Windstärke am Startplatz waren sich die Iisvögel uneinig. Zwischen 15 und 25 km/h Wind wurde alles gefühlt. Die Hauptsache war, dass sich innerhalb weniger Minuten alle zehn Iisvögel in der Luft befanden – dort, wo sie sich am wohlsten fühlen. Einige wagten sich ans Soaren vor dem Petit Combin und konnten die Aussicht dadurch noch um einige Metern verbessern.
Mit einem Grinsen flog man über die Variante der Abstiegsroute, die sehr interessant aussah. Traurig war aber niemand, dass die 2500 Höhenmeter nicht zu Fuss abgestiegen werden mussten.
Im Tal erwarteten uns eine Flugshow von Acropilot:innen, kaum Wind und ein hügeliger Landeplatz. Alle waren geflasht vom Flug und dem Aufstieg, sodass zuerst die nicht vorhandene Gipfelpause am Landeplatz nachgeholt werden musste. Danach ging es bald wieder ans Schirm einpacken und auf die Suche nach einem Restaurant (was sich als nicht ganz einfach herausstellte). Müde und zufrieden verabschiedeten wir Oli und Chrigel in Le Châble. Der Rest machte sich mit dem ÖV auf den Nachhauseweg in Richtung Osten.
Danke Pipo für die super Idee und Organisation der Tour!






