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Clubtour Petit Combin 04./05. Juli 2026Clubtour

Zehn Iisvögel (Andreas S., Nils, Oliver, Pipo, Marc, Roland, Chrigel, Suresh, Annik, Simon) machten sich am 4. Juli frühmorgens auf den Weg ins schöne Unterwallis. Aufgrund von Sparbilletten trennte sich der Weg der Iisvogelschar bereits in Bern wieder. In Martigny angekommen und die Gruppe wieder vereint, machten wir uns gemeinsam auf den Weg Richtung Le Châble. Im Zug wurde kurz noch darüber diskutiert, ob es noch zum erhofften Flug in Verbier kommen würde. Die Entscheidung fiel schnell – aufgrund von zu viel Wind aus der falschen Richtung. Somit hatten wir nun genügend Zeit, uns in Fionnay im Restaurant Grand Combin zu stärken, bevor es die ersten 1000 Höhenmeter Richtung Cabanne FXB Panossière ging.

Nach der ersten Etappe gab es für alle eine Abkühlung von innen. Bis zum Zabig ging es jedoch noch lange, weshalb einige Schlaf vorholten, andere Karten spielten und Pipo, unser super Organisator, bereits den Weg für morgen rekognoszierte. Immer wieder wurden die Apps gecheckt, ob es morgen fliegbar sein würde. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf ging es nach dem feinen Vier-Gang-Menü ins Bett.

Der frühe Vogel hat gute Flugbedingungen, war das Motto vom Sonntag. Also gab es um 4.00 Uhr Frühstück, und um 4.30 Uhr hiess es Abmarsch. Zuerst ging es noch über arthrosefreundliches Gelände über die Moräne. Danach hiess es bald: Steigeisen montieren und auf Gletscherspalten achten. Die Schar kam sehr effizient vorwärts, auch weil Nils und Pipo unermüdlich ohne Pause vorausgingen. Die Angst vor weichem Schnee trieb uns an, möglichst viele Kilometer vor den ersten Sonneneinstrahlung zurückzulegen.

Während den jungen Iisvögeln vor allem die Höhe zu schaffen machte, gab es andere, die sich um die Gletscherverhältnisse sorgten. Über Eis und Gestein erreichten wir nicht einmal viereinhalb Stunden später den Gipfel. Es zeigte sich ein perfekter Startplatz. Und der Wind? Ja, auch dieser war auf unserer Seite. Die Enttäuschung war gross, dass die übliche Gipfelpause wegfiel, da wir uns gleich bereit machen mussten für den Take-off. Die Aussicht konnte später auch während des mehr als 30-minütigen Gleitflugs ins Tal genossen werden. Über die Windstärke am Startplatz waren sich die Iisvögel uneinig. Zwischen 15 und 25 km/h Wind wurde alles gefühlt. Die Hauptsache war, dass sich innerhalb weniger Minuten alle zehn Iisvögel in der Luft befanden – dort, wo sie sich am wohlsten fühlen. Einige wagten sich ans Soaren vor dem Petit Combin und konnten die Aussicht dadurch noch um einige Metern verbessern.

Mit einem Grinsen flog man über die Variante der Abstiegsroute, die sehr interessant aussah. Traurig war aber niemand, dass die 2500 Höhenmeter nicht zu Fuss abgestiegen werden mussten.

Im Tal erwarteten uns eine Flugshow von Acropilot:innen, kaum Wind und ein hügeliger Landeplatz. Alle waren geflasht vom Flug und dem Aufstieg, sodass zuerst die nicht vorhandene Gipfelpause am Landeplatz nachgeholt werden musste. Danach ging es bald wieder ans Schirm einpacken und auf die Suche nach einem Restaurant (was sich als nicht ganz einfach herausstellte). Müde und zufrieden verabschiedeten wir Oli und Chrigel in Le Châble. Der Rest machte sich mit dem ÖV auf den Nachhauseweg in Richtung Osten.

Danke Pipo für die super Idee und Organisation der Tour!

Habrüti-Open 2025

Unser interner Clubwettkampf – das Habrüti-Open – findet traditionell eigentlich an einem der Freitagabende im Juni statt. Das hat in der Theorie diverse Vorteile: Oft ist auch am Abend noch etwas Thermik vorhanden, das macht die Zeitansage des Fluges spannender. Es hat lange Tageslicht. Das Wochenende bleibt frei für Streckencracks, die grosses vor haben. Ein lauer Sommerabend am Feuer ist immer wieder etwas schönes.

In der Realität führen dann leider oft Bise oder zu starker Nord-West-Wind dazu, dass der Anlass eine Woche verschoben werden muss. Oder Gewitter türmen sich schon am Nachmittag auf und entladen sich vorzugsweise gegen Feierabend. Oder das organisierende Clubmitglied hat nicht mit mehrfacher Verschiebung gerechnet und schon ist der Juni vorbei. Und so kam es, dass dieses Jahr im Juni kein Habrüti-Open stattfand.

Am September-Stamm wurde dies dann ein Thema, den Traditionen kann man schliesslich nicht einfach so weglassen! Also machte Alex – der letztjährige Sieger und somit designierter Organisator – kurzen Prozess: Ansage des Habrüti-Opens für den nächst folgenden Samstag. Windprognose hin oder her, mit Rückenwind sind wir schliesslich die letzten Jahre des öfteren gestartet.

Und so trafen sich am Samstag morgen bei schönstem Wetter 6 pünktliche Iisvögel im Goldinger Tal zum gemeinsamen Hike auf den rund 400 Meter höher gelegenen Habrütispitz. 2 weitere iisvögel hechelten etwas später noch hinterher.

Auf dem Gipfel angekommen herrscht ausgelassene Stimmung, denn Gonzo und Oli haben soeben den perfekten Snack ausgepackt, inklusive Weisswein mit Clublogo.
Dennoch beginnen wir schon bald mit den Startvorbereitungen. Dazu gehört auch die Ansage der eigenen Flugzeit. Der Wind bläst zwar wie so oft von hinten, aber das Fähnli ist zeitweise schon ziemlich stark gestreckt. Das könnte spannend werden !

Wie so oft ist Gonzo der schnellste Starter und gespannt schauen wir ihm hinterher. Noch stärker als befürchtet, drück ihn der überströmende Wind ins Tal runter. 

Als nächster startet (nicht mehr ganz) Rookie Nils und siehe da: Irgendwie hat er eine viel bessere Linie erwischt und bleibt deutlich länger in der Luft. Ausserdem hat er locker genügend Zeit, sich über dem Bereich für den Chlötzli-Abwurf zu positionieren und die Landeeinteilung sauber zu machen. Zum Schluss legt er souverän die einzige Punktlandung des Tages hin! 

Alle anderen versuchen möglichst kontrolliert mit den nicht wirklich tollen Bedingungen zurecht zu kommen.

Der diesjährige Sieger des Clubwettkampfes ist am Ende verdient und auch ein bisschen überraschend Nils. Er darf nun den begehrten Wander-Vogel ein Jahr bei sich aufstellen und seinen Namen auf dem Sockel hinzufügen.

Dahinter folgen Alex, Chrigel, Jörg, Danilo, Oliver, Gonzo und Pipo, in dieser Reihenfolge.

Am Ende war es ein gelungener Anlass mit guter Stimmung. Bis nächstes Jahr wieder im Juni! So ist das nun mal mit Traditionen 🙂

Iisvogel-Flugwoche Pyrenäen 2024

Sonntag, 22.09.

Wir reisten in zwei Gruppen nach Perpignan. Die eine Hälfte per Gonzo-Büssli, die anderen per ÖV. Ein Highlight der TGV-Fahrt waren die Flamingos, welche man in Schwärmen beidseits bestaunen kann. Nach der Hochgeschwindigkeitsstrecke, wo Jandru immer die aktuelle Geschwindigkeit kommentierte (Vmax 302 km/h), gondelt der Train à Grande Vibration nach Narbonne quer durch den Etang de Bages. Wir trafen die Büssli-Fahrer planmässig im Rest. Bahnhöfli. Im Papageien-Restaurant, direkt hinter dem Bahnhof, gab es einen währschaften Znacht mit flambiertem Dessert.

Danach legten wir uns erschöpft in die komfortablen Betten des Appart‘City Confort Hotel.

Montag, 23.09.

Bis wir den 9-plätzigen Renault bei der Vermietstation abgeholt hatten, war Danilo bereits online aktiv und hatte einen offenen Chat der lokalen Gleitschirmpiloten (ailesdevallespir.com) ausfindig gemacht. Aufgrund der Windprognosen wurde darin ein Hike&Fly-Startplatz in Sorède vorgeschlagen. Nach einer halben Stunde Fahrt hatten wir den Landeplatz gefunden und machten uns auf die Socken in Richtung Puig Nalt. Es sollte die einzige Wandertour bleiben in dieser Woche. Am Startplatz trafen wir zwei Locals, welche sich ziemlich erstaunt fragten, wo all diese Leute herkommen. Der Flug war für die meisten ein Abgleiter, ausser für die Conzetts. Thomas hielt sich sogar im Regen in der Luft.

Die Regenschauer und die Öffnungszeit der Bar waren nur von kurzer Dauer. So fuhren wir weiter nach Céret für einen weiteren schönen Abgleiter vom Pic del Bolaric. In Céret ist die Flugschule Parapente 66 ansässig; mit einem riesigen Landeplatz, wo bei Betrieb auch Bier verkauft wird. Der Preis variiert allerdings stark: 50 Euro vor dem Flug, 2 Euro danach.

Im Dorf fanden wir einen Campingplatz mit einem Mobilhome und Zeltparzelle nebeneinander, weil die Hälfte von uns campierten und die andere Hälfte ohne Zelt und Schlafsack unterwegs war.

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